Wie tindert man richtig.

Benimmknigge für Generation #YOLO

Wie tindert man richtig.

Nachdem ihr alle schon mindestens ein verpatztes Tinder-Date hattet, müssen wir an dieser Stelle wohl nicht erklären, was die App so kann. Auch wenn also jeder weiß, dass man über Tinder problemlos all jene Personen liken, anschreiben und wir-wissen-schon-was kann, die man bislang nur creepy von der dunklen Ecke eines Clubs aus beobachtet hat – einige Grundregeln scheinen vielen noch unbekannt zu sein. Unsere Screenshot-Sammlungen weirder Tindermatches und ihren ebenso fragwürdigen Versuchen, anzubandeln, werden leider immer größer. (Diese Screenshots teilen wir dann übrigens mit all unseren Freunden und lachen drüber bis übermorgen – denkt dran)

Hier also unsere Do’s und Don’ts, um sich classy zu einem Date, Techtelmechtel oder der großen Liebe (jaja) zu tindern:

1. Wie man sich optisch präsentiert, bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Nicht jedes Mädchen findet es – so wie wir – ganz toll, wenn jemand sein analoges-Hipster-Foto mit 64 Filtern verschönert hat und dabei mit ernster Mine in die Kamera schaut, als wäre seine Airmax-Sammlung verbrannt. Es gibt bestimmt auch ganz viele Mädels, die nackte Oberkörper, fröhliches Holocaust-Denkmal-Gepose und euren vierwöchigen Freiwilligeneinsatz in Malawi, mit mehreren hundert Fotos und Einheimischen als schicke Accessoires dokumentiert (http://humanitariansoftinder.com), echt gut finden. Wirklich. Aber Fotos mit Babys, welches vielleicht sogar deins sein kann? Auch wenn sie zuckersüß sind – auf Tinder haben Babyfotos nichts verloren oder willst du zeigen, wie fruchtbar du bist?

2. Fotos mit der Freundin / dem Freund sind ein absolutes No-Go. Dass du überhaupt auf Tinder zu finden bist, wenn du eine Freundin / einen Freund hast, ist schon ziemlich räudig, aber dies dann auch vorab zu zeigen- wozu?

3. Und das betrifft jetzt eher die Mädchen, aber wieso zur Hölle habt ihr ausschließlich Gruppenfotos? Willst du, dass dein Tinderprinz denkt, dass du eigentlich eine ganz andere bist? Willst du denn etwa mit jemanden kommunizieren, der eigentlich dachte, du bist das Mädchen neben dir auf den Foto? Oder glaubst du an den Cheerleader-Effekt? Keine Gruppe macht schöner, sondern führt dich direkt zu dem „X“.

4. Genauso wenig bringen einen übrigens Sauf-Orgien-Fotos weiter, das zeigt nämlich nicht, dass du ein spaßiger Mensch bist, sondern anscheinend dumm genug zu denken, dass dein Boss kein Tinder hat.

5. Oh es kam zum Match und jetzt heißt es ran an die schreiberischen Flirtkünste. Ein lässiges „Hi, wie geht’s?“ „Wie war dein Tag bisher?“ und co. sind vielleicht etwas öde, aber besser als „Are you from Tennessee? Because you are the only ten I see“. Sprüche wie diese lösen zwar einen Lachkrampf aus, aber dabei bleibt es dann meistens auch. Und wenn dir jemand nicht zurück schreibt, lass es und spame die Person nicht zu, das zeigt nur deine Verzweiflung und man ist davon entnervt.

6. Es ist soweit. Du hast dir die Fingerkuppen wundgetippt und endlich trefft ihr euch. Jetzt heißt es lässig bleiben. Es ist ein Date wie jedes andere, außer dass man sich nie sicher sein kann, ob die Fotos nicht gelogen haben. (Deswegen mein Tipp – Facebook, Instagram und co. man sollte immer erstalken, ob man es nicht mit einem Serienmörder zu tun hat.) Geht was trinken, chillt im Park, macht einen Spaziergang, ob untertags, am Abend oder um ein Uhr in der Nacht, hauptsache du fühlst dich wohl. Mit der Tür ins Haus fallen solltest du dennoch nicht, gleich zu sagen „Hey, zu dir oder zu mir?“ kommt in den seltensten Fällen gut. Genauso wenig sollte man erst nach vier Stunden beiläufig erwähnen, dass man ne Freundin hat. Das ist nicht nur eine komplette Arschaktion dem Date und der Freundin gegenüber sondern einfach pure Zeitverschwendung.

7. Die Wiedersehensfrage. Es war ein gutes Date, ihr hattet Spaß und jetzt steht die Frage im Raum: Wiedersehen Ja oder Nein? Trau dich, sprich es aus. Mehr als ein Nein kann nicht kommen und gefühlte 1000 X weiter findest du vielleicht deine Tinderella oder deinen Tinderprinzen. Und wieder gilt: einmal fragen reicht, wer zu viel fragt, sollte die Antwort schon kennen.

 

geschrieben von G. & leonie-rachel

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