Vegan – nein, danke!

DSCN0331Ich habe es probiert, vegan kochen.
Klar, habe ich schon davor vegan gekocht, weil nur Gemüse ist halt einfach vegan, aber dieses Mal habe ich versucht, bewusst darauf zu achten. Das Rezept von diesem warmen Kichererbsensalat habe ich von „Vegan vom feinsten“ (GU Verlag) und es war sehr köstlich.

Dennoch habe ich für mich erkannt, dass sich rein vegan zu ernähren überhaupt nicht mein Ding ist. Ich hole mir alle zwei Wochen meine Eier vom Bauern und auf diesen Geschmack will ich einfach nicht verzichten. Oder auch auf ein Gläschen Milch will und kann ich manchmal dank Schlafstörung nicht verzichten. Wer mir jetzt mit dem Sojazeug kommt, kann sich brausen gehen.
Zwar nutze ich Sojamilch und Joghurt oft für meine Smoothies oder Shakes, aber ein Gläschen Milch zu einem Butterbrot mit Salz darauf kommt nichts ran. Und niemals wird man im meinem Hause Light-Milch finden, das ist nämlich die Frechheit des Jahrhunderts.

Dadurch, dass ich mit 16 Jahren auf einem Bauernhof gearbeitet habe, habe ich gelernt diese Tierprodukte sehr zu schätzen. Ich habe mich damals fast ausschließlich von frischer Milch, selbstgemachter Butter und Brot ernährt. Nicht zu vergessen, der leckere Speck von Hausschwein. Du erkennst aber auch an, dass diese Produkte von einem Lebewesen kommen, um das man sich sehr gut kümmern muss. Ich kann nur von meinem Bauernhof reden, aber dort habe ich gelernt, das Wohl des Tieres geht immer noch vor.

Ich habe mir mit damals am Bauernhof die Frage gestellt, will ich Fleisch essen, so sollte/muss ich auch fähig sein, ein Tier zu töten. Habe ich getan und für mich war von diesem Moment klar, dass ich definitiv keine Vegetarierin werde, aber eben auch Fleisch sehr viel mehr zu schätzen weiß.

Wenn man jedoch so in die Supermärkte schaut, kann man das jedoch nicht mehr behaupten. Es kann nicht sein, dass Fleisch so billig ist, billiger teilweise als einheimische Obst- und Gemüseprodukte. Genauso wenig sind diese Massen an Produkten einfach nicht normal.

Ich weiß, dass es Geld und Mühe kostet, jedes Mal aufs Land zu fahren und mir meine Lebensmittel dort zu holen bzw. auf den Herbst zu warten, um meine Äpfel im Garten zu ernten, aber um so älter ich werde, um so mehr ist es mir das Wert. In einen Supermarkt gehe ich nur mehr, wenn ich muss. Leider wurden in meinem Bezirk jegliche Greisler vertrieben. Der Laden, wo früher eine süße alte Dame ihr Obst und Gemüse verkaufte, ist jetzt ein Veganer Supermarkt, der Avocados aus Costa Rica führt. Das macht auch absolut Sinn – not!

Aus dem Fleischer wurde ein fancy Architekturbüro und die Bäckerei musste einer Weinbar weichen.

Es ist schade, aber was soll’s. Ich versuche mich weiter im Ausprobieren veganer Rezepte und gebe dennoch meinen Konsum von Tierprodukten nicht auf. Die Mischung macht es aus und dies muss jeder für sich selbst erkennen.

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